Informationen zur Kur und Rehabilitation

Informationen zur Kur und Rehabilitation 2017-02-27T11:33:41+00:00

Alles rund um die Kur

Der Begriff „Kur“ umfasst Vorsorge-, Nachsorge-, Krankheits- und Rehabilitationsbehandlungen sowie stabilisierende Programme für chronische Leiden. Dabei unterstützt der Wechsel von Ort, Klima und Milieu die Heilung. Patienten erlernen eine gute Lebensführung und können so mit der Krankheit besser umgehen oder sie sogar verhüten.

Bei einer ambulanten Vorsorge- oder Rehabilitationskur wohnen Sie in einem Hotel Ihrer Wahl und organisieren Ihren Aufenthalt selbst.Die Behandlungen finden in den jeweiligen Kureinrichtungen statt.
Bei einer stationären Vorsorge- oder Rehabilitationskur oder Anschluss-Heil-Behandlung sind Sie direkt in der Klinik untergebracht und werden umfassend betreut. Der Kostenträger kann diese stationäre Kur bewilligen, wenn ambulante Maßnahmen nicht mehr ausreichen.

Kuren dürfen alle vier Jahre bewilligt werden, ambulante Vorsorgemaßnahmen alle drei Jahre. Eine frühere Wiederholung ist nur bei bestimmten Krankheitsbildern und bei medizinischer Notwendigkeit möglich. Beide Kur-Formen dauern in der Regel drei Wochen.

Wie bekomme ich eine Kur?

Ihr Arzt hat die Aufgabe die Notwendigkeit einer Kur zu bescheinigen, einen Kurort oder eine Kureinrichtung und die Art der Kur zu empfehlen. Sie haben allerdings Wunschrecht bei der Auswahl des Kurortes und der Unterkunft. Nutzen Sie die Möglichkeit und geben Sie beim Antrag Ihrer Kur-/Rehabilitationsmaßnahme die Klinik Ihrer Wahl im Tegernseer Tal direkt mit an!
Alle notwendigen Informationen und Antragsformulare erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.

Wer trägt die Kosten?

Kostenträger können sowohl die Krankenkasse als auch die Rentenversicherung oder die Beihilfestelle sein. Je nach Art der Maßnahme werden die Kosten komplett oder teilweise ersetzt. Wer der richtige Kostenträger ist, erfahren Sie immer bei Ihrer Krankenkasse. Krankenkasse und Rentenversicherung sind dazu verpflichtet, Ihre Anträge zu bearbeiten, die Zuständigkeiten zu klären und notfalls an die richtige Stelle weiterzuleiten. Gerne geben wir Ihnen auch hierzu erste Hilfestellungen.

Oftmals wird eine beantragte Kur mit der Begründung „Die wohnortnahen Möglichkeiten sind nicht ausgeschöpft“ abgelehnt. Sie haben die Möglichkeit, innerhalb eines Monats Widerspruch einzulegen. Bitten Sie Ihren Arzt, Ihnen nochmals die medizinische Notwendigkeit zu bescheinigen. Immerhin werden rund 80 Prozent aller zunächst abgelehnten Kuranträge doch noch akzeptiert. Außerdem haben Sie bei Ablehnung der ambulanten Badekur die Möglichkeit, ein Rezept Ihres Hausarztes für Heilbehandlungen bei Ihrem gewünschten Kurbetrieb vorzulegen. Das Rezept darf allerdings höchstens 10 Tage alt sein. Sie können natürlich auch jederzeit auf eigene Kosten zur Kur fahren.

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für Pflichtversicherte und freiwillig Versicherte, sowie für Rentner, Hausfrauen oder Kinder, die bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind und bei denen die medizinische Notwendigkeit einer Kurmaßnahme nachgewiesen ist.

Die Rentenversicherung ist der zuständige Ansprechpartner für rentenversicherte Personen, die aufgrund einer Krankheit oder körperlichen/ geistigen/seelischen Behinderung erheblich in ihrer Erwerbstätigkeit eingeschränkt oder gefährdet sind. Weitere Informationen und Antragsformulare finden Sie auch auf der Internetseite der Orthopädischen Klinik Tegernsee: www.ok-tegernsee.de.

Die Beihilfestelle übernimmt die Kosten der Kurmaßnahme bei Angehörigen des öffentlichen Dienstes. Die Beihilfe für eine Kur kann nur alle 3 Jahre und erstmals nach 5 Jahren Wartezeit der Beihilfeberechtigung in Anspruch genommen werden.

Private Krankenkassen sind nicht verpflichtet die Kosten für Kuraufenthalte zu übernehmen. Allerdings gibt es bei bestimmten Tarifen oder durch Zusatzversicherungen die Möglichkeit der Kostenbeteiligung durch die Krankenkasse.